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Nachschlagewerk

Glossar für Kommunen: die Begriffe aus Angebot, Lieferung und Genehmigung

Was ein Orthophoto vom amtlichen DOP20 unterscheidet, was ALKIS und ETRS89/UTM in Ihrer Lieferung bedeuten und welcher Genehmigungsweg für eine Ortslage gilt: hier stehen die Begriffe, die in Leistungsbeschreibungen, Vergabeakten und Übergabegesprächen mit Städten und Gemeinden vorkommen, 63 Einträge. Zu jedem Begriff steht, was er für Ihre Verwaltung konkret heißt.

3

3D-Modell
Ein 3D-Modell ist eine digitale dreidimensionale Darstellung eines Objekts, Gebäudes oder Geländes. In der Drohnenvermessung werden 3D-Modelle aus Luftbildern (Photogrammetrie) oder LiDAR-Daten erstellt. Sie dienen der Visualisierung, Planung, Dokumentation und als Grundlage für BIM-Prozesse.

Für Ihre Verwaltung: Für Rat und Bürgerbeteiligung: ein 3D-Bestandsmodell mit eingefügten Baukörpern der Planung als Browser-Ansicht, ohne Spezialsoftware. Siehe Bestandsaufnahme für den Bebauungsplan.

3D-Punktwolke
Eine 3D-Punktwolke ist eine Sammlung von Millionen einzelner Messpunkte im dreidimensionalen Raum, die gemeinsam die Oberfläche eines Objekts oder Geländes digital abbilden. Jeder Punkt besitzt X-, Y- und Z-Koordinaten sowie oft Farbinformationen. Punktwolken entstehen durch Photogrammetrie oder LiDAR-Scanning und bilden die Grundlage für 3D-Modelle, BIM-Modelle und präzise Vermessungen.

Für Ihre Verwaltung: Für Umgestaltung und Erweiterung eines Friedhofs oder für die Modellierung im Ingenieurbüro; Lieferung als LAS/LAZ aus derselben Befliegung. Siehe Friedhof digital.

A

Absolute Genauigkeit
Die absolute Genauigkeit beschreibt, wie präzise ein photogrammetrisches oder vermessungstechnisches Ergebnis mit einem realen, übergeordneten Koordinatensystem übereinstimmt. Sie hängt maßgeblich von der Qualität eingemessener Ground Control Points oder einer RTK-Positionierung ab. Im Gegensatz zur relativen Genauigkeit, die nur die innere Konsistenz eines Modells beschreibt, ist die absolute Genauigkeit entscheidend, wenn Ergebnisse mit Katasterdaten oder anderen Vermessungen verglichen werden sollen.

Für Ihre Verwaltung: Für Bestandspläne, Gebäudehöhen und Grabgeometrien geben wir die Genauigkeit in der Leistungsbeschreibung an; sie hängt von der Passpunktsicherung ab. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

ALKIS
ALKIS (Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem) ist das bundesweit einheitliche Datenmodell des Liegenschaftskatasters: Flurstücke, Gebäude, tatsächliche Nutzung und Eigentümerangaben, geführt von den Katasterbehörden der Länder. Drohnendaten im amtlichen Raumbezug ETRS89/UTM lassen sich mit den ALKIS-Flurstücken überlagern, etwa um versiegelte Flächen je Grundstück für die gesplittete Abwassergebühr zu ermitteln. Das Kataster selbst bleibt Sache der Katasterbehörden und der ÖbVI.

B

Bestandsaufnahme
Eine drohnengestützte Bestandsaufnahme erfasst den aktuellen Zustand von Gebäuden, Geländen oder Infrastruktur präzise und vollständig. Die Ergebnisse – Orthophotos, 3D-Modelle, Punktwolken – dienen als Grundlage für Planung, Sanierung und Dokumentation.

Für Ihre Verwaltung: Für das Bebauungsplanverfahren liefern wir den heutigen Bestand des Plangebiets als Planunterlage: Orthophoto, Geländemodell, Bestands- und Höhenpläne. Siehe Bestandsaufnahme für den Bebauungsplan.

Beweissicherung
Systematische Dokumentation von Bauzuständen mit Zeitstempel und Georeferenz, die im Streitfall als objektiver Nachweis dient. Sie kommt insbesondere bei Auseinandersetzungen über Mängel, Bauverzögerungen oder Nachträge zum Einsatz und muss gerichtsfest nachvollziehbar sein. Drohnengestützte Baufortschrittsdokumentation liefert durch reproduzierbare Flugrouten und exakte Zeitangaben eine belastbare Grundlage für Gutachter und Gerichte.

Für Ihre Verwaltung: Eine Zustandsaufnahme mit dokumentiertem Stichtag, etwa vor und nach einer Baumaßnahme oder nach einem Ereignis, liefern wir als Orthophoto und Geländemodell. Siehe Ortslagen-Orthophoto.

Bruchkante
Eine Bruchkante bezeichnet eine linienhafte Struktur im Gelände, an der sich die Höhe sprunghaft ändert, etwa an Bordsteinen, Mauern, Gräben oder Verwallungen. Bei der Erstellung eines Geländemodells werden Bruchkanten gezielt erfasst und eingearbeitet, damit Fließwege und Senken korrekt abgebildet werden. Ohne Berücksichtigung von Bruchkanten können kleine, aber hydraulisch wirksame Strukturen im Modell verloren gehen.

Für Ihre Verwaltung: Bordsteine, Mauern und Böschungskanten bilden wir im Geländemodell ab; innerorts lenken genau diese Kanten den Abfluss bei Starkregen. Siehe Starkregen-Geländedaten.

C

C-Klassifizierung (C0–C6)
Die C-Klassifizierung (Klassen C0 bis C6) ist die EU-weite Produktkennzeichnung für Drohnen nach der Delegierten Verordnung (EU) 2019/945. Das C-Label legt fest, in welcher Kategorie und Unterkategorie eine Drohne eingesetzt werden darf. Für die EU-Standardszenarien STS sind C5- (STS-01) bzw. C6-Drohnen (STS-02) erforderlich; Drohnen ohne C-Klassifizierung lassen sich in der speziellen Kategorie über eine individuelle SORA weiter legal betreiben.

Für Ihre Verwaltung: In der offenen Kategorie setzen wir C2-Geräte ein; ob Ihr Gebiet damit beflogen werden kann, prüfen wir vor dem Einsatz. Siehe Genehmigung auf der Startseite.

D

DGM (Digitales Geländemodell)
Ein Digitales Geländemodell (DGM) stellt die Erdoberfläche ohne Vegetation und Bebauung dar. Es wird aus LiDAR-Daten oder Photogrammetrie-Punktwolken berechnet und dient der Geländeanalyse, Hochwassermodellierung und Planung von Infrastrukturprojekten.

Für Ihre Verwaltung: Für die Starkregenvorsorge liefern wir das Geländemodell mit 2 bis 3 cm Bodenauflösung als GeoTIFF oder XYZ an Ihr Ingenieurbüro; Bordsteine, Mauern und Gräben sind darin abgebildet. Siehe Starkregen-Geländedaten.

DGM1 (Digitales Geländemodell, Rasterweite 1 m)
Das DGM1 ist das amtliche, flächendeckende Geländemodell eines Bundeslandes mit einer Rasterweite von einem Meter, das per Airborne Laserscanning erfasst wird. Es bildet die Geländeoberfläche ohne Bewuchs und Gebäude ab, zeigt jedoch kleine Strukturen wie Bordsteine oder neue Zufahrten oft nicht auf. Für viele Fachfragen ist es eine gute Grundlage, für die Fließwegebetrachtung in bebauten Ortslagen reicht die Auflösung häufig nicht aus.

Für Ihre Verwaltung: Das amtliche DGM1 reicht für die Übersicht; innerorts entscheiden Bordsteine, Mauern und Gräben über den Abfluss, und die bildet ein Meterraster nicht ab. Vergleich auf Starkregen-Geländedaten.

dipul (Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt)
dipul steht für „Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt“. Sie wird von der DFS Deutsche Flugsicherung im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums betrieben und bündelt unter dipul.de zentral alle Regeln für den Drohnenbetrieb in Deutschland. Ein Kartentool weist die geografischen Gebiete (Geozonen) nach § 21h LuftVO aus; mit dem Volumenplaner lassen sich der Betriebsraum einzeichnen sowie Contingency Volume und Ground Risk Buffer berechnen und als KML-Datei herunterladen.

Für Ihre Verwaltung: Mit der Plattform prüfen wir vorab, welche Geozonen Ihr Gebiet betreffen; das Ergebnis fließt in die Dokumentation für Ihre Akte. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

DOM (Digitales Oberflächenmodell)
Ein Digitales Oberflächenmodell (DOM) erfasst die Erdoberfläche inklusive aller darauf befindlichen Objekte wie Gebäude, Bäume und Brücken. Im Gegensatz zum DGM enthält das DOM alle sichtbaren Strukturen und wird für Stadtplanung, Sichtbarkeitsanalysen und Volumenberechnungen genutzt.

Für Ihre Verwaltung: DGM und DOM entstehen aus derselben Befliegung; Ihr Ingenieurbüro erhält beide im gewünschten Format, dazu Punktwolke und Dreiecksvermaschung. Siehe Starkregen-Geländedaten.

DOP20 (amtliches Orthophoto)
DOP20 bezeichnet die amtlichen digitalen Orthophotos der Landesvermessung mit 20 cm Bodenauflösung. Sie entstehen aus turnusmäßigen Befliegungen des Landes und stehen flächendeckend zur Verfügung; je nach Gebiet liegt der Aufnahmezeitpunkt zum Nutzungszeitpunkt ein bis mehrere Jahre zurück. Für Übersichten und viele GIS-Aufgaben genügen sie. Wo Einzelobjekte wie Grabeinfassungen, Schachtdeckel oder Belagsgrenzen abgegrenzt werden müssen oder ein bestimmter Stichtag zählt, ergänzt ein Orthophoto aus der Drohnenbefliegung mit 2 bis 3 cm Auflösung.
Drohnenbefliegung
Drohnenbefliegung ist der systematische, planmäßige Einsatz einer unbemannten Luftfahrzeug (Drohne/UAV) zur Erfassung von Luftbildern und Messdaten über ein definiertes Gebiet oder Objekt. Die Befliegung erfolgt nach einer detaillierten Befliegungsplanung und wird gesteuert durch einen geschulten Piloten. Drohnenbefliegungen werden für Vermessung, Inspektion, Kartierung und Dokumentation eingesetzt und ermöglichen hochauflösende Datenerfassung aus Vogelperspektive.

Für Ihre Verwaltung: Die Befliegung einer Ortslage läuft bei laufendem Betrieb in Bahnen; die Rohdaten liegen am selben Tag vor, die Genehmigung holen wir vorher ein. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Drohnenvermessung
Drohnenvermessung ist die hochgenaue Erfassung von Gelände, Gebäuden und Objekten mittels Photogrammetrie, LiDAR und GPS. 3D-Modelle, Orthofoto und Höhenmodelle sind Produkte; Anwendung in Bauwesen, Landwirtschaft, Infrastruktur und Kulturerbe.

Für Ihre Verwaltung: Für Städte, Gemeinden und Kirchengemeinden: Friedhofskataster, Ortslagen-Orthophoto, Bestand für den Bebauungsplan und Geländedaten für die Starkregenvorsorge, geliefert in Ihr Fachverfahren. Einstieg: www.aeriq.de/kommunen.

DXF/DWG (CAD-Formate)
DXF und DWG sind Dateiformate für CAD-Anwendungen, die zur Weitergabe von Vermessungsergebnissen an Planer und Architekten verwendet werden. Diese Formate ermöglichen die Überführung von Drohnenvermessungsdaten in professionelle Planungsprozesse und sind kompatibel mit BIM-Workflows.

Für Ihre Verwaltung: Bestands- und Höhenpläne für das Planungsbüro liefern wir als DWG/DXF mit abgestimmter Layerstruktur, damit sie ohne Umweg in die zeichnerische Festsetzung eingehen. Siehe Bestandsaufnahme für den Bebauungsplan.

E

ETRS89/UTM
ETRS89/UTM ist der amtliche Raumbezug der deutschen Vermessungsverwaltungen: das Europäische Terrestrische Referenzsystem 1989 mit der UTM-Abbildung (Zone 32 für den größten Teil Deutschlands, EPSG:25832). Liegen Drohnendaten in diesem System vor, legen sie sich ohne Umrechnung über ALKIS, amtliche Orthophotos und die vorhandenen GIS-Ebenen einer Kommune. Deshalb liefert AerIQ Orthophotos, Geländemodelle und Vektordaten für Kommunen in ETRS89/UTM.
EU-Drohnenverordnung
Die EU-Drohnenverordnung (Durchführungsverordnung EU 2019/947) regelt den Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen in Europa. Sie teilt Drohnen in drei Kategorien ein: offen (A1-A3), spezifisch und zulassungspflichtig. Seit Januar 2021 gilt sie verbindlich in allen EU-Mitgliedstaaten.

Für Ihre Verwaltung: Der Flugbetrieb läuft nach den Vorgaben der EU-Drohnenverordnung, dokumentiert für Ihre Akte, mit Drohnenhaftpflicht über 10 Mio. €. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

EU-Kompetenznachweis (A1/A3, A2)
Der EU-Kompetenznachweis ist ein Drohnenführerschein gemäß EU-Drohnenverordnung. A1/A3-Kenntnisse für kleine Drohnen in offener Kategorie; A2-Qualifizierung für erweiterte Operationen mit erhöhtem Risiko; Nachweis ist Voraussetzung für professionelle Betriebsgenehmigungen.

Für Ihre Verwaltung: In der offenen Kategorie fliegen wir mit A2-Fernpilotenzeugnis; die luftrechtliche Einstufung je Einsatz dokumentieren wir für Ihre Akte. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

F

Fachverfahren (Verwaltung)
Als Fachverfahren bezeichnet die Verwaltung die Software, mit der eine Fachaufgabe geführt wird: die Friedhofsverwaltungssoftware, das kommunale GIS oder Geoportal, das Programm für Abgaben und Gebühren oder die CAD-Umgebung des Planungsbüros. Geodaten aus einer Drohnenbefliegung entfalten ihren Nutzen erst dort; deshalb wird vor der Beauftragung geklärt, welches Fachverfahren die Ergebnisse aufnehmen soll. Die Übergabe erfolgt in den Formaten dieses Systems, etwa GeoTIFF, Shapefile, GeoPackage oder DWG/DXF, und wird bei Bedarf mit dem Softwareanbieter abgestimmt.
Fließwegeanalyse
Die Fließwegeanalyse ermittelt aus einem Digitalen Geländemodell, welche Wege Oberflächenwasser bei Starkregen nimmt und in welchen Senken es sich sammelt. Sie ersetzt keine hydraulische Simulation, liefert aber eine erste, kostengünstige Einschätzung der Gefährdung und dient als Grundlage für die Schwerpunktbildung im Starkregenrisikomanagement. Kleine Geländekanten wie Bordsteine können den Verlauf der Fließwege maßgeblich beeinflussen.

Für Ihre Verwaltung: Fließwege und Senken liefern wir als Ebenen für Ihr GIS (Shapefile oder GeoPackage), abgeleitet aus dem Geländemodell der Befliegung zum Stichtag. Die hydraulische Bewertung bleibt beim Ingenieurbüro. Siehe Starkregen-Geländedaten.

Friedhofskataster
Ein Friedhofskataster ist die systematische, georeferenzierte Erfassung aller Grabstellen, Wege und Infrastruktureinrichtungen eines Friedhofs in digitaler Form. Es verknüpft die räumliche Geometrie der Grabflächen mit einer eindeutigen Nummerierung, während Sachdaten wie Ruhefristen oder Nutzungsberechtigte in der Friedhofsverwaltungssoftware verbleiben. Grundlage ist meist ein per Drohnenbefliegung erstelltes Orthofoto. Für Städte, Gemeinden und Kirchengemeinden erstellt AerIQ das Friedhofskataster als Lieferung in die vorhandene Friedhofssoftware: Friedhofskataster für Kommunen, dazu eine Musteransicht eines digitalen Friedhofsplans.

G

GCP (Ground Control Point)
Ground Control Points (GCPs) sind markierte Bodenpunkte mit bekannten GPS-Koordinaten, die bei der photogrammetrischen Auswertung als Referenzpunkte dienen. Sie verbessern die absolute Lagegenauigkeit von Drohnenvermessungen auf wenige Zentimeter. GCPs werden mit GNSS-Empfängern eingemessen.

Für Ihre Verwaltung: Mit Passpunkten sichern wir die Lagegenauigkeit im Bereich weniger Zentimeter; die Genauigkeitsangabe je Auftrag steht in der Leistungsbeschreibung für Ihre Vergabeakte. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Geländemodell (DEM/DTM)
Ein Geländemodell (DEM – Digital Elevation Model, DTM – Digital Terrain Model) ist eine digitale Darstellung der Erdoberfläche mit Höheninformationen. Es wird für Geländeanalysen, Entwässerungsplanung, Sichtbarkeitsanalysen und die Planung von Infrastrukturprojekten genutzt.

Für Ihre Verwaltung: Für die Bauleitplanung liefern wir das Geländemodell mit Höhenlinien und Geländeschnitten als Grundlage für Festsetzungen und Erschließungsplanung. Siehe Bestandsaufnahme für den Bebauungsplan.

GeoPackage
GeoPackage ist ein offenes, SQLite-basiertes Datenformat zur Speicherung von Vektor- und Rasterdaten in einer einzigen Datei. Es gilt als moderne Alternative zum Shapefile, da es mehrere Layer, Attributtabellen und Metadaten in einer Datei vereint. In der Praxis wird es häufig zur Übergabe von Geometrien wie Grabstellenflächen an GIS-Systeme genutzt.

Für Ihre Verwaltung: Grab- und Flächengeometrien liefern wir als GeoPackage oder Shapefile, mit der Grabnummer als Schlüsselfeld für die Friedhofssoftware. Siehe Friedhof digital.

Georeferenzierung
Georeferenzierung ist der Prozess, bei dem Bilddaten oder 3D-Modelle mit realen Koordinaten verknüpft werden. Georeferenzierte Drohnendaten können in GIS-Systemen mit anderen Geodaten kombiniert und für Vermessungen genutzt werden. Die Genauigkeit hängt von der GPS-Qualität und der Verwendung von GCPs ab.

Für Ihre Verwaltung: Alle Ergebnisse sind georeferenziert im Raumbezug ETRS89/UTM und liegen lagerichtig über Ihren GIS-Ebenen und amtlichen Daten. Übersicht: Leistungen nach Aufgabe.

GeoTIFF
GeoTIFF ist ein georeferenziertes Bildformat, das geografische Metadaten direkt in der Datei speichert. Orthofotografien und DOM-Daten werden häufig im GeoTIFF-Format bereitgestellt, um nahtlose Integration in GIS-Anwendungen zu ermöglichen.

Für Ihre Verwaltung: Orthophotos und Geländemodelle übergeben wir als GeoTIFF im Raumbezug ETRS89/UTM, direkt einbindbar in GIS und Geoportal. Siehe Ortslagen-Orthophoto.

Geozone (Geografisches Gebiet, § 21h LuftVO)
Eine Geozone (geografisches Gebiet) ist ein räumlich abgegrenzter Bereich mit besonderen Auflagen oder Verboten für den Drohnenbetrieb, in Deutschland festgelegt nach § 21h LuftVO. Dazu zählen etwa Flugplätze, Naturschutzflächen oder Verkehrswege; ein Flug dort kann eine Zustimmung des jeweils Zuständigen oder eine Betriebsgenehmigung erfordern. Welche Geozonen ein geplanter Flug berührt, lässt sich über die Plattform dipul prüfen.

Für Ihre Verwaltung: Liegt Ihr Gebiet in einer Geozone, holen wir die erforderliche Zustimmung ein; die Prüfung gehört zur Vorbereitung jedes Einsatzes. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

GIS (Geoinformationssystem)
Ein GIS (Geoinformationssystem) ist ein System zur Erfassung, Verwaltung, Analyse und Darstellung räumlicher Daten. Drohnendaten wie Orthophotos, Punktwolken und Geländemodelle werden in GIS-Systemen (z.B. QGIS, ArcGIS) weiterverarbeitet und mit anderen Geodaten kombiniert.

Für Ihre Verwaltung: Wir liefern in das GIS, das Ihre Verwaltung nutzt, und stimmen die Übergabe mit der GIS-Stelle oder dem Dienstleister ab. Ohne eigenes GIS erhalten Sie Pläne als PDF und ein Luftbild, das sich in freien Programmen öffnen lässt. Übersicht: Leistungen nach Aufgabe.

Grablagenplan
Der Grablagenplan ist eine maßstabsgetreue kartografische Darstellung aller Grabfelder und Einzelgrabstellen eines Friedhofs mit ihrer jeweiligen Nummerierung. Er dient der Friedhofsverwaltung als Grundlage zur Belegungsplanung und wird traditionell handschriftlich fortgeschrieben, was häufig zu Ungenauigkeiten führt. Moderne Grablagenpläne entstehen auf Basis eines drohnengestützten Orthofotos mit zentimetergenauer Lagegenauigkeit.

Für Ihre Verwaltung: Aus der Befliegung entsteht der Grablagenplan als Ebene mit einer Fläche je Grabstätte und der Grabnummer als Schlüssel, übergeben in Ihre Friedhofssoftware. Lieferumfang und Ablauf: Friedhof digital.

GSD (Ground Sampling Distance)
GSD (Ground Sampling Distance) gibt an, wie groß ein Pixel in einem Drohnenbild in der Realität ist. Ein GSD von 2 cm bedeutet, dass jedes Pixel 2×2 cm der Erdoberfläche entspricht. Je kleiner der GSD, desto höher die Auflösung. Der GSD hängt von Flughöhe, Kameraauflösung und Brennweite ab.

Für Ihre Verwaltung: Für Kommunen fliegen wir im Standard mit 2 bis 3 cm Bodenauflösung; das amtliche Orthophoto liegt bei 20 cm. Was der Unterschied sichtbar macht, zeigt Ortslagen-Orthophoto.

H

Höhenlinien
Höhenlinien (Isolinien) verbinden Punkte gleicher Höhe in Höhenmodellen und bilden die Basis für Geländeanalysen. Sie werden aus Geländemodellen generiert und dienen zur Visualisierung von Topografie, Erosion und Wasserlauf-Planung.

Für Ihre Verwaltung: Höhenlinien und Geländeschnitte gehören zum Lieferumfang für die Bauleitplanung und entstehen aus dem Geländemodell ohne erneuten Ortstermin. Siehe Bestandsaufnahme für den Bebauungsplan.

K

Katastervermessung
Die Katastervermessung dient der amtlichen Feststellung von Grundstücksgrenzen und wird nach gesetzlich vorgeschriebenen Genauigkeitsanforderungen im Millimeterbereich durchgeführt. Sie erfolgt durch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure mit Tachymeter oder GNSS-Empfänger und besitzt Rechtsverbindlichkeit. Für diesen Anwendungsfall ist die Drohnenvermessung aufgrund geringerer amtlicher Genauigkeit nicht geeignet.

Für Ihre Verwaltung: Grenzfeststellung, Abmarkung und Gebäudeeinmessung bieten wir nicht an; sie bleiben bei den Katasterbehörden und den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren. Wir liefern die Planungs- und Bestandsgrundlage. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Kategorie Offen (Open Category)
Die Die Kategorie Offen umfasst Drohnenflüge unter EU-Drohnenverordnung mit minimalen Anforderungen (kleine Drohnen, Sichtflug, begrenzte Entfernung). Keine individuelle Genehmigung nötig, aber EU-Kompetenznachweis A1/A3 erforderlich für häufige kommerziellen Einsätze.

Für Ihre Verwaltung: In der offenen Kategorie fliegen wir mit C2-Geräten und A2-Fernpilotenzeugnis; ob das für Ihr Gebiet reicht, prüfen wir vor jedem Einsatz. Siehe Genehmigung auf der Startseite.

Kategorie Spezifisch (Specific Category)
Die Kategorie Spezifisch erfordert ConOps-Genehmigung für Flüge mit erhöhtem Risiko (z.B. BVLOS, über Menschen). SORA-Risikoanalyse und Betriebsgenehmigung sind erforderlich für professionelle Drohnenoperationen im erweiterten Risikospektrum.

Für Ihre Verwaltung: Flüge über zusammenhängender Bebauung brauchen oft eine Betriebsgenehmigung in der speziellen Kategorie; wir holen sie ein und dokumentieren sie für Ihre Akte. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Kulturerbe-Digitalisierung
Kulturerbe-Digitalisierung bezeichnet die präzise digitale Erfassung historischer Gebäude, Denkmäler und archäologischer Stätten mittels Drohnentechnologie und Photogrammetrie. Das Ergebnis sind hochauflösende 3D-Modelle und Punktwolken, die für Restaurierung, Forschung und virtuelle Präsentation genutzt werden.

Für Ihre Verwaltung: Für Kirchengemeinden und Denkmalbehörden: 3D-Bestandsaufnahme historischer Gebäude für Sanierung und Förderantrag, beschrieben auf aeriq.de.

L

Landesluftfahrtbehörde
Die Landesluftfahrtbehörde ist die für die Luftfahrt zuständige Behörde eines Bundeslandes, in vielen Ländern beim Regierungspräsidium angesiedelt. Je nach Bundesland ist sie statt des Luftfahrt-Bundesamtes für die Erteilung der Betriebsgenehmigung in der speziellen Kategorie und für die Zustimmung zu bestimmten Geozonen zuständig.

Für Ihre Verwaltung: Genehmigungen und Zustimmungen holen wir bei der zuständigen Behörde ein; Ihre Verwaltung stellt keinen Antrag und erhält die Dokumentation für die Akte. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Längsprofil / Querprofil
Längs- und Querprofile sind Schnittdarstellungen durch Geländemodelle, die für Infrastrukturplanung (Straßen, Kanäle, Deiche) essentiell sind. Diese topografischen Schnitte werden aus hochgenauen LiDAR- oder Photogrammetrie-Vermessungen generiert und zeigen Höhenverläufe und Neigungen.

Für Ihre Verwaltung: Geländeschnitte für Festsetzungen und Erschließungsplanung leiten wir aus dem vorhandenen Datensatz ab, auch nachträglich. Siehe Bestandsaufnahme für den Bebauungsplan.

LAS/LAZ (Punktwolken-Formate)
LAS und LAZ sind standardisierte Dateiformate für die Speicherung von 3D-Punktwolken aus LiDAR-Messungen. LAZ ist das komprimierte Format und reduziert Dateigröße um bis zu 90%, während LAS das unkomprimierte Standard-Format darstellt und von den meisten GIS-Anwendungen unterstützt wird.

Für Ihre Verwaltung: Die Punktwolke der Befliegung erhält Ihr Ingenieur- oder Planungsbüro als LAS/LAZ, etwa für die Modellierung im Starkregenkonzept. Siehe Starkregen-Geländedaten.

N

NHN (Normalhöhennull)
NHN bezeichnet den in Deutschland gebräuchlichen Höhenbezug, auf den Geländehöhen in Vermessungsprodukten wie Digitalen Geländemodellen bezogen werden. Aktuell wird meist das Höhensystem DHHN2016 verwendet. Der einheitliche Höhenbezug ist Voraussetzung dafür, dass Geländedaten unterschiedlicher Quellen und Zeitpunkte miteinander verglichen werden können.

Für Ihre Verwaltung: Höhen liefern wir im amtlichen Höhensystem, passend zu Ihren Bestandsdaten und den Unterlagen des Planungsbüros. Siehe Bestandsaufnahme für den Bebauungsplan.

Ö

ÖbVI (Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur)
Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) sind vom Land beliehene Freiberufler, die neben den Katasterbehörden hoheitliche Vermessungen ausführen: Grenzfeststellung, Abmarkung, Gebäudeeinmessung, Fortführung des Liegenschaftskatasters und amtliche Lagepläne. Diese Aufgaben sind ihnen und den Katasterbehörden vorbehalten (in Hessen § 15 HVGG). Ingenieur- und Bestandsvermessungen sowie die Erfassung von Geodaten aus der Luft, wie sie AerIQ für Kommunen erbringt, sind davon getrennt; wenn beides gebraucht wird, vermittelt AerIQ auf Wunsch den Kontakt.

O

Orthofoto / Orthophoto
Ein Orthofoto ist ein geometrisch entzerrtes Luftbild, bei dem perspektivische Verzerrungen und Geländeunterschiede rechnerisch korrigiert wurden. Es hat einen einheitlichen Maßstab und kann wie eine Karte für Vermessungen genutzt werden. Orthofotos entstehen aus Drohnenbildern mittels Photogrammetrie-Software. Für Städte und Gemeinden liefert AerIQ das Orthofoto einer Ortslage mit 2 bis 3 cm Bodenauflösung ins Fachverfahren: Ortslagen-Orthophoto für Kommunen.

P

Passpunkte
Passpunkte sind am Boden signalisierte und eingemessene Punkte, deren Koordinaten bekannt sind. In der Auswertung einer Drohnenbefliegung binden sie das Bildmodell an den amtlichen Raumbezug und sichern die absolute Lage- und Höhengenauigkeit; die Fachbezeichnung lautet Ground Control Point (GCP). Ergänzend oder ersatzweise kommen satellitengestützte Verfahren wie RTK zum Einsatz. Für kommunale Aufgaben mit Genauigkeitsanforderung, etwa Geländemodelle für die Starkregenvorsorge oder Bestandsaufnahmen für einen Bebauungsplan, werden Passpunkte bei Bedarf gesetzt.
PDRA (Predefined Risk Assessment)
PDRA steht für „Predefined Risk Assessment“ (vordefinierte Risikobewertung). Die EASA hat für typische Einsatzmuster die Risikobewertung bereits durchgeführt und als anerkanntes Nachweisverfahren zu Artikel 11 der EU-Verordnung 2019/947 veröffentlicht. Wer in den Rahmen einer PDRA passt, spart gegenüber einer individuellen SORA viel Aufwand, weil Risiken und Auflagen vorgegeben sind. Neben europäischen PDRAs sind auch nationale PDRAs möglich.

Für Ihre Verwaltung: Für Standardfälle nutzen wir vordefinierte Risikobewertungen; welcher Weg für Ihr Gebiet gilt, hängt von Bebauung und unbeteiligten Personen ab. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Photogrammetrie
Photogrammetrie ist ein Messverfahren, bei dem aus einer Vielzahl überlappender Fotos präzise 3D-Modelle, Punktwolken und Orthophotos berechnet werden. Eine Drohne fotografiert das Objekt aus verschiedenen Winkeln; spezielle Software (z.B. Agisoft Metashape, Pix4D) rekonstruiert daraus die dreidimensionale Geometrie. Genauigkeiten bis in den Zentimeterbereich sind möglich.

Für Ihre Verwaltung: Aus überlappenden Senkrecht- und Schrägaufnahmen entstehen Orthophoto, Geländemodell und Punktwolke Ihres Gebiets, aus denen sich mehrere Fachdaten ableiten lassen. Übersicht: Leistungen nach Aufgabe.

Q

QGIS
QGIS ist eine kostenlose, quelloffene Geoinformationssystem-Software zur Erfassung, Bearbeitung und Analyse räumlicher Daten wie Shapefiles oder GeoTIFFs. Sie wird häufig als Alternative zu kommerziellen GIS-Programmen genutzt, wenn keine kostenpflichtige Lösung vorhanden ist. Aus Drohnenbefliegungen gewonnene Geometriedaten lassen sich direkt in QGIS importieren und weiterverarbeiten.

Für Ihre Verwaltung: Ohne eigene GIS-Stelle öffnen Sie unsere Lieferung in QGIS; die Ansicht richten wir bei Bedarf gemeinsam mit Ihrem IT-Dienstleister ein. Siehe Leistungen nach Aufgabe.

R

Relative Genauigkeit
Die relative Genauigkeit beschreibt, wie konsistent und maßstabsgetreu ein 3D-Modell in sich selbst ist, unabhängig von einem realen Koordinatensystem. Sie wird häufig als Punktgenauigkeit oder Streckengenauigkeit innerhalb der 3D-Punktwolke angegeben. Auch ohne Ground Control Points kann die relative Genauigkeit hoch sein, während die absolute Lage abweichen kann.

Für Ihre Verwaltung: Für Höhenunterschiede, Flächen und Schnitte innerhalb eines Gebiets maßgeblich; die Angabe steht in der Leistungsbeschreibung für Ihre Vergabeakte. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Retentionsmulde
Eine Retentionsmulde ist eine geländliche Vertiefung, die Oberflächenwasser bei Starkregen zeitweise zurückhält und so den Abfluss verzögert. Ihr mögliches Rückhaltevolumen lässt sich aus einem hochaufgelösten Geländemodell berechnen. Retentionsmulden sind ein wichtiges Element der kommunalen Starkregenvorsorge.

Für Ihre Verwaltung: Ob eine Mulde noch das geplante Volumen fasst, zeigt das Geländemodell zum Stichtag; Zustand und Füllstand lassen sich daraus ableiten und nach einem Ereignis dokumentieren. Siehe Starkregen-Geländedaten.

RTK (Real-Time Kinematic)
RTK (Real-Time Kinematic) ist ein GPS-Verfahren, das durch Korrektursignale einer Basisstation Positionsgenauigkeiten von 1–3 cm in Echtzeit erreicht. RTK-fähige Drohnen können ohne Bodenkontrollpunkte (GCPs) hochpräzise Vermessungen durchführen.

Für Ihre Verwaltung: Die Position des Fluggeräts wird in Echtzeit korrigiert; die Genauigkeit der Lieferung sichern wir zusätzlich über Passpunkte und geben sie in der Leistungsbeschreibung an. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

S

SAPOS
SAPOS (Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung) ist ein staatlicher Referenzstationsdienst, der Echtzeit-Korrekturdaten für satellitengestützte Positionsbestimmung bereitstellt. Drohnen und Vermessungsgeräte nutzen diese Daten im Rahmen der RTK-Technologie, um ohne eigene Basisstation eine zentimetergenaue Positionierung zu erreichen. Der Dienst wird in Deutschland von den Vermessungsverwaltungen der Länder betrieben.

Für Ihre Verwaltung: Die Lagesicherung nutzt den amtlichen Korrekturdatendienst der Länder; das Ergebnis liegt im amtlichen Raumbezug ETRS89/UTM. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Schadenskartierung
Schadenskartierung dokumentiert räumlich Schäden mittels hochaufgelöster Orthofotografien und Thermografiedaten mit genauen Georeferenzen. Anwendungen umfassen Korrosionserkennung an Infrastruktur, Hagelschäden in der Landwirtschaft und Dachschäden für Versicherungs- und Restaurierungsprozesse.

Für Ihre Verwaltung: Nach einem Starkregenereignis dokumentieren wir den Zustand von Gelände, Gewässern und betroffenen Bereichen kurzfristig aus der Luft, mit Zeitstempel und Raumbezug. Siehe Starkregen-Geländedaten.

Shapefile
Shapefile ist ein weit verbreitetes Vektordatenformat für Geoinformationssysteme, das Punkte, Linien oder Flächen mit zugehörigen Sachdaten speichert. Im Kontext der Friedhofsdigitalisierung dienen Shapefiles dazu, Grabstellen, Wege oder Baumstandorte als georeferenzierte Geometrien an ein GIS oder eine Fachanwendung zu übergeben. Das Format ist mit den meisten GIS-Programmen wie QGIS kompatibel.

Für Ihre Verwaltung: Fließwege, Senken, versiegelte Flächen und Grabgeometrien kommen als Shapefile oder GeoPackage in Ihr GIS, im Raumbezug ETRS89/UTM. Übersicht: Leistungen nach Aufgabe.

SORA
SORA (Specific Operations Risk Assessment) ist ein standardisiertes Risikobewertungsverfahren für Drohnenoperationen im Specific-Betrieb gemäß EU-Drohnenverordnung (EU 2019/947). Das Verfahren bewertet das Bodenrisiko (GRC) und das Luftraumrisiko (ARC) und legt daraus die erforderliche Robustheitsstufe (SAIL) fest. Mit der SORA-Version 2.5 (JARUS, 2023) wurden die Bewertungsmethoden präzisiert und die Anforderungen an das Betriebshandbuch (ConOps) verschärft. Für Betriebe, die eine Betriebsgenehmigung bei der Luftfahrtbehörde beantragen, ist die korrekte SORA-Anwendung zwingend erforderlich. AerIQ bietet professionelles SORA 2.5 Consulting und erstellt die Unterlagen für die Betriebsgenehmigung für Drohnenbetreiber in Deutschland. Mehr zu SORA 2.5 & Betriebsgenehmigung

Für Ihre Verwaltung: Ob Ihr Gebiet eine Betriebsgenehmigung nach SORA braucht, prüfen wir vor jedem Einsatz, holen sie ein und dokumentieren die Einstufung für Ihre Akte; Ihre Verwaltung stellt keinen Antrag. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

Stadtklimaanalyse
Eine Stadtklimaanalyse erfasst und bewertet die klimatischen Verhältnisse einer Stadt, etwa Überwärmung, Durchlüftung und Kaltluft, und stellt sie räumlich dar; die Methodik orientiert sich an der VDI-Richtlinienreihe 3787. Zentrale Ergebnisse sind die Klimaanalysekarte und die daraus abgeleitete Planungshinweiskarte für Bauleitplanung und Klimaanpassung. Messdaten wie Oberflächentemperaturkarten aus Thermalbefliegungen bilden dafür eine wichtige Grundlage.

Für Ihre Verwaltung: Liegt bei Ihnen schon eine modellierte Klimaanalyse vor, liefert die Thermalbefliegung das gemessene Bild einzelner Plätze und Straßenzüge dazu. Siehe Wärmeinseln & Stadtklima.

Starkregenrisikomanagement (SRRM)
Das Starkregenrisikomanagement ist ein mehrstufiges kommunales Konzept zur Vorsorge gegen Schäden durch Starkregenereignisse. Es umfasst eine vereinfachte Gefährdungsabschätzung, eine Fließpfadbetrachtung sowie detaillierte zweidimensionale Überflutungssimulationen für Bereiche mit hohem Schadenspotenzial. Als Eingangsdaten dienen unter anderem ein Geländemodell (DEM/DTM) und der Gebäudebestand. Welche Geländedaten eine Kommune für das Konzept braucht und in welchen Formaten sie ins GIS und zum Fachbüro gehen, steht auf Starkregen-Geländedaten für Kommunen.

T

Thermalbefliegung
Bei einer Thermalbefliegung wird ein Gebiet mit einer Wärmebildkamera aus der Luft aufgenommen; aus den radiometrisch korrigierten Einzelbildern entsteht ein lagegenaues Oberflächentemperatur-Raster. Aufnahmen am Tag und in der Nacht derselben Wetterlage zeigen zusätzlich, welche Flächen die Wärme speichern. Per Drohne erreicht das Wärmebild aus 120 m Flughöhe eine Bodenauflösung von rund 12 cm.

Für Ihre Verwaltung: Für Schwerpunktbereiche Ihrer Kommune am Tag und in der Nacht derselben Hitzewetterlage, mit Übergabe ins GIS. Siehe Wärmeinseln & Stadtklima.

TIN (Triangulated Irregular Network)
Ein TIN ist ein Geländemodell aus unregelmäßig verteilten Dreiecken, deren Eckpunkte gemessene Höhenwerte tragen. Im Gegensatz zum regelmäßigen Raster eines DGM können so Bruchkanten wie Bordsteine oder Mauern exakt abgebildet werden. TIN-Modelle eignen sich besonders für die präzise Analyse von Fließwegen im bebauten Bereich.

Für Ihre Verwaltung: Für die hydraulische Modellierung im Ingenieurbüro liefern wir das Geländemodell auch als Dreiecksvermaschung. Siehe Starkregen-Geländedaten.

True-Orthophoto
Ein True-Orthophoto ist ein Orthophoto, bei dem auch Gebäude und andere hohe Objekte lagerichtig senkrecht von oben abgebildet sind. Beim klassischen Orthophoto wird nur das Gelände entzerrt, Gebäude kippen scheinbar nach außen und verdecken Flächen dahinter. Das True-Orthophoto nutzt das Oberflächenmodell (DOM) und die Überlappung der Aufnahmen, sodass Dachkanten auf dem Grundriss liegen. Für Kommunen ist das wichtig, wenn Gebäudegrundrisse, Dachflächen oder Versiegelung direkt aus dem Bild abgegriffen werden sollen.

V

VLOS (Visual Line of Sight)
VLOS steht für „Visual Line of Sight“ (direkte Sichtverbindung). Der Fernpilot muss die Drohne während des gesamten Fluges ohne technische Hilfsmittel sehen und so dem übrigen Luftverkehr ausweichen können. VLOS-Betrieb erfüllt die taktische Risikominderung (TMPR) durch „Sehen und Vermeiden“. Das Gegenstück sind Flüge außerhalb der Sichtweite (BVLOS).

Für Ihre Verwaltung: Innerhalb einer Ortslage fliegen wir in Sichtweite und arbeiten das Gebiet in Bahnen ab; der Betrieb im Ort läuft dabei weiter. Siehe Ablauf, Vergabe und Datenschutz.

W

Wahlgrabstätte
Eine Wahlgrabstätte ist ein Grab, dessen Lage der Nutzungsberechtigte innerhalb eines Friedhofs frei auswählen kann, im Gegensatz zum Reihengrab mit fortlaufender Zuweisung. Die Verwaltung muss dafür jederzeit den Belegungsstand der verfügbaren Flächen kennen. Ein digitalisiertes Friedhofskataster mit georeferenziertem Grablagenplan erleichtert die Auskunft über freie Wahlgrabstätten erheblich.

Für Ihre Verwaltung: Im digitalen Friedhofskataster ist jede Wahl- und Reihengrabstätte eine Fläche mit Nummer; freie und zurückgegebene Grabstätten werden damit auf dem Plan sichtbar, was Belegungsplanung und Gebührenkalkulation braucht. Siehe Friedhof digital.

Wärmeinsel
Als städtische Wärmeinsel wird der Temperaturunterschied zwischen bebautem Ortsbereich und dem unbebauten Umland bezeichnet: Versiegelte Flächen und Baukörper speichern tagsüber Sonnenwärme und geben sie nachts wieder ab, dadurch kühlt der Ortskern deutlich schlechter aus als das Umland. Sichtbar gemacht werden Wärmeinseln über Oberflächentemperaturkarten, etwa aus einer Thermalbefliegung mit Tag- und Nachtaufnahme derselben Wetterlage.

Für Ihre Verwaltung: Für Hitzeaktionsplan, Klimaanpassungskonzept und Platzumgestaltung: gemessene Temperatur- und Hotspot-Karten Ihrer Schwerpunktbereiche statt Vermutung. Siehe Wärmeinseln & Stadtklima.

WebGIS
Ein WebGIS ist ein webbasiertes Geoinformationssystem, das räumliche Daten wie Orthofotos, Grabstellen oder Leitungsnetze im Browser darstellt und verwaltet, ohne dass lokale Desktop-Software installiert werden muss. Kommunen und Verwaltungen nutzen es, um Kartendaten wie ein Friedhofskataster für mehrere Nutzer zugänglich zu machen. Drohnendaten wie Orthofotos lassen sich als Kachelung in ein bestehendes WebGIS einbinden.

Für Ihre Verwaltung: Orthophoto und Fachebenen lassen sich in ein kommunales Geoportal einbinden; die Übergabe stimmen wir mit dem Betreiber ab. Siehe Ortslagen-Orthophoto.

X

XYZ (Punktdatei)
XYZ ist ein einfaches Textformat für Punktdaten: je Zeile ein Punkt mit Rechtswert, Hochwert und Höhe, optional weitere Spalten wie Farbe oder Klassifizierung. Es lässt sich von nahezu jeder GIS-, CAD- und Hydraulik-Software lesen und dient häufig dazu, Geländemodelle oder ausgedünnte Punktwolken an Ingenieurbüros zu übergeben, wenn LAS/LAZ oder GeoTIFF nicht verarbeitet werden können.

Begriff nicht gefunden? Fragen Sie uns – oder stöbern Sie im umfangreichen Glossar auf aeriq.de mit allen Begriffen aus Vermessung, Inspektion und Luftrecht.