Was Sie nach der PV-Inspektion in der Hand haben
Der Ertrag liegt unter dem Vorjahr, der Wechselrichter meldet einen String-Fehler, und die Gewährleistung der Module läuft in zwei Jahren ab. Vom Boden ist nicht zu sehen, welches Modul die Ursache ist. Wir befliegen die Solaranlage im laufenden Betrieb mit einer Wärmebildkamera. Danach liegt ein Bericht vor, der jeden auffälligen Punkt mit Position, Wärmebild und Einstufung zeigt, geordnet nach Dringlichkeit. Damit beauftragen Sie die Wartungsfirma gezielt oder melden den Gewährleistungsfall beim Hersteller an.
Defektkarte je Modul und String
Jede Auffälligkeit ist dem Modul und dem String zugeordnet, mit Einstufung nach Schwere. Sie sehen auf einen Blick, wo die Anlage Ertrag verliert und was zuerst dran ist.
Wärmebild und Foto je Befund
Zu jedem Befund gehören das Wärmebild und das Foto derselben Stelle. So unterscheiden Sie einen Hotspot von Verschattung, Verschmutzung oder einem Glasbruch.
Empfehlung in Reihenfolge
Der Bericht sagt, was sofort geprüft werden sollte, was bei der nächsten Wartung reicht und was nur zu beobachten ist. Damit fällt der Wartungsauftrag kürzer aus.
Bericht als PDF zum Weitergeben
Der Bericht mit Datum, Anlagenplan und Befunden geht als PDF an Sie. Sie geben ihn an Wartungsfirma, Modulhersteller oder Versicherer weiter; die Bewertung eines Gewährleistungsfalls nimmt der Hersteller vor.
Technische Angaben
- Wärmebildkamera radiometrisch mit 640 × 512 Pixeln, Wärmebild und Foto zeitgleich aus derselben Position, jede Aufnahme mit RTK-Position.
- Messbedingungen: Sonne mit mindestens 600 W/m² Einstrahlung, trockene Module, klarer Himmel; bei bedecktem Himmel oder nassen Modulen wird der Termin verschoben.
- Flughöhe so, dass jedes Modul im Wärmebild einzeln erkennbar ist; Auswertung je Modul mit Kontrolle jeder Auffälligkeit im Foto.
Warum jetzt: fünf Anlässe für eine PV-Inspektion
Eine feste Prüffrist für die Thermografie schreibt keine Norm vor. Ob sich eine Prüfung lohnt, ergibt sich aus Ertrag, Alter und Ereignissen. Diese fünf Anlässe lösen bei Betreibern von Solaranlagen die Anfrage nach einer Thermografie aus.
Ertrag unter dem Vorjahr
Die Anlage liefert spürbar weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, obwohl das Wetter vergleichbar war. Das Wärmebild zeigt, ob einzelne Module oder ganze Strings die Ursache sind.
Fehlermeldung am Wechselrichter
Der Wechselrichter meldet einen String mit Minderleistung oder Isolationsfehler. Die Inspektion grenzt ein, welche Module in diesem String auffällig sind.
Nach Hagel oder Sturm
Glasbrüche und Mikrorisse sind vom Boden nicht zu sehen, im Wärmebild schon. Der Bericht dokumentiert den Zustand mit Datum für Ihren Versicherer.
Vor Ablauf der Gewährleistung
Läuft die Produktgarantie der Module oder die Gewährleistung des Installateurs bald ab, lohnt die Prüfung vorher. Befunde mit Position und Datum sind die Grundlage für die Meldung.
Ältere Anlage, Verkauf oder Übernahme
Bei Anlagen ab etwa zehn Jahren, vor einem Verkauf oder bei der Übernahme in eine Hausverwaltung zeigt die Inspektion den Ist-Zustand je Modul, bevor Sie Verantwortung übernehmen.
Auffällig warme Stellen
Ein Hotspot, den niemand kennt, wird mit der Zeit heißer. Wer ihn früh im Wärmebild findet, tauscht ein Modul, bevor die Anschlussdose Schaden nimmt.
Was das Wärmebild bei der PV-Inspektion einer Solaranlage zeigt
Hotspots
Einzelne Zellen deutlich wärmer als ihre Nachbarn, meist durch defekte Bypass-Dioden, Mikrorisse oder Teilverschattung.
Ausgefallene Module
Ganze Module gleichmäßig wärmer als die Reihe: Zellbrüche, Delamination oder elektrische Unterbrechung.
Verschmutzung und Verschattung
Vogelkot, Laub, Staub oder ein Schattenwurf, der Ertrag kostet. Im Foto zur selben Stelle sofort erkennbar.
String-Fehler
Ein ganzer String wärmer oder kälter als die Nachbarn: Unterbrechung, Wechselrichter-Eingang oder Steckverbinder.
Anschlussdosen und Lötstellen
Warme Anschlussdosen und einzelne warme Zellstreifen deuten auf erhöhte Widerstände in Lötverbindungen hin.
PID-Muster
Potentialinduzierte Degradation zeigt sich als Muster wärmerer Zellen an den Modulrändern eines Strings.
Wärmebild und Foto derselben Stelle: so wird aus einer warmen Zelle ein Befund mit Position und Einstufung.
So läuft eine PV-Inspektion ab
1. Anfrage: Anlagengröße, Standort, Baujahr
Sie nennen uns Anlagenleistung in kWp, Standort und Baujahr, dazu den Anlass. Sie erhalten ein Angebot mit allen Positionen und dem Liefertermin.
Was bei Ihnen liegt: kWp, Adresse, Baujahr; wenn vorhanden Modulbelegungsplan oder Stringplan.
2. Genehmigung und Wetterfenster
Ob der Flug in der offenen Kategorie möglich ist oder eine Betriebsgenehmigung braucht, hängt von Gebiet, Fluggerät und dem Überflug unbeteiligter Personen ab. Wir prüfen das vor jedem Einsatz, holen Genehmigungen und Zustimmungen ein und dokumentieren die Einstufung. Den Termin legen wir in ein Zeitfenster mit Sonne, denn ohne Einstrahlung zeigt das Wärmebild nichts.
Was bei Ihnen liegt: Zugang zum Gelände oder zum Dach von außen, Ansprechpartner vor Ort, Einverständnis des Eigentümers, falls das Objekt nicht Ihnen gehört.
3. Befliegung im laufenden Betrieb
Die Anlage bleibt am Netz und produziert weiter; wir fliegen die Modulreihen Bahn für Bahn ab, Wärmebild und Foto zeitgleich. Niemand muss aufs Dach oder ein Gerüst stellen.
Was bei Ihnen liegt: nichts außer dem Zugang.
4. Auswertung und Bericht
Jede Auffälligkeit wird im Wärmebild eingestuft und im Foto gegengeprüft, dann dem Modul und String zugeordnet. Der Bericht liegt in der Regel 3 bis 5 Werktage nach dem Flug vor, der Termin steht im Angebot.
Was bei Ihnen liegt: Wartungsfirma beauftragen oder Gewährleistungsfall melden; Rückfragen zum Bericht beantworten wir.
Genauigkeit, Grenzen und Kosten der PV-Inspektion
Was die Thermografie kann
Sie zeigt Temperaturunterschiede zwischen Zellen, Modulen und Strings, im laufenden Betrieb und über die ganze Anlage in einem Termin. Jede Auffälligkeit prüfen wir im Foto derselben Stelle gegen, bevor sie in den Bericht kommt.
Grenzen
Das Wärmebild nennt die auffällige Stelle, nicht die elektrische Ursache; Kennlinienmessung und Reparatur bleiben Sache des Elektrofachbetriebs. Bei bedecktem Himmel, nassen Modulen, Schnee oder flacher Sonne verschieben wir den Termin, weil die Aufnahmen sonst nichts aussagen.
Was es kostet
Der Preis richtet sich nach Anlagenleistung, Zugang und Lieferumfang. Sie erhalten ein Angebot mit allen Positionen: Befliegung, Auswertung je Modul, Bericht, Anreise und Rüstzeit.
Für Technikinteressierte
Geflogen wird mit der DJI Matrice 4T (Klasse C2) mit radiometrischer Wärmebildkamera 640 × 512 Pixel und Weitwinkelkamera, beide Aufnahmen aus derselben Position und mit RTK-Georeferenz. Die Auswertung läuft auf eigenen Rechnern, ohne Cloud-Dienste. Weitere Grundlagen: Ratgeber PV-Inspektion und der Beitrag typische Fehlerbilder in Solarmodulen.
Häufige Fragen von Betreibern zur PV-Inspektion
Muss die Anlage während der Inspektion abgeschaltet werden?
Nein. Die Thermografie braucht die Anlage im Betrieb unter Sonne, weil auffällige Zellen nur unter Last warm werden. Die Anlage produziert während der Befliegung weiter, es entsteht kein Ertragsausfall.
Kann ich mit dem Bericht einen Gewährleistungsfall anmelden?
Der Bericht dokumentiert jeden Befund mit Datum, Position im Anlagenplan, Wärmebild und Foto. Damit melden Sie den Fall beim Hersteller oder Installateur an. Ob ein Gewährleistungsfall vorliegt, bewertet der Hersteller nach seinen Bedingungen; die Kennlinienmessung übernimmt ein Elektrofachbetrieb.
Was muss ich für die Inspektion vorbereiten?
Wenig: Zugang zum Gelände oder zum Gebäude von außen, einen Ansprechpartner vor Ort und, wenn vorhanden, den Modulbelegungsplan oder Stringplan. Damit ordnen wir jeden Befund dem richtigen String zu. Die Anlage bleibt eingeschaltet.
Bei welchem Wetter ist die Thermografie möglich?
Bei Sonne mit mindestens 600 W/m² Einstrahlung, trockenen Modulen und möglichst klarem Himmel, meist zwischen späten Vormittag und frühem Nachmittag. Bedeckter Himmel, Regen oder Schnee auf den Modulen verschieben den Termin; das sagen wir Ihnen vorher.
Für welche Anlagen eignet sich die Inspektion?
Für Dachanlagen auf Gewerbe- und Wohngebäuden, Freiflächenanlagen und Anlagen auf Hallen, Ställen oder Parkplatzüberdachungen.
Wie oft sollte eine PV-Anlage thermografisch geprüft werden?
Eine feste Frist schreibt keine Norm vor. Sinnvoll ist die Prüfung bei einem Anlass: Ertrag unter dem Vorjahr, Fehlermeldung, nach Hagel oder Sturm, vor Ablauf der Gewährleistung, bei älteren Anlagen und vor Verkauf oder Übernahme. Viele Betreiber lassen größere Anlagen in festen Abständen prüfen; welcher Abstand für Ihre Anlage passt, klären wir im Erstgespräch.
Wie schnell liegt der Bericht vor?
In der Regel 3 bis 5 Werktage nach dem Flug, der Termin steht im Angebot. Sehr große Freiflächenanlagen brauchen mehr Auswertungszeit, das sagen wir Ihnen vorher.
PV-Inspektion anfragen: Anlagengröße, Standort, Baujahr
Nennen Sie uns Anlagenleistung in kWp, Standort und Baujahr. Sie erhalten zeitnah eine Einschätzung, ob sich eine Prüfung lohnt, und ein Angebot mit allen Positionen. Sitz im Landkreis Kassel, Einsätze bundesweit.
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