Was Sie nach der Volumenberechnung in der Hand haben
Die Abschlagsrechnung braucht das Aufmaß der bewegten Massen, die Jahresinventur den Stand der Halden, die Behörde den Nachweis des Abbaustands. Zu Fuß heißt das: Böschungen und Halden betreten und mit einzelnen Messpunkten rechnen. Wir befliegen die Fläche, berechnen ein Höhenmodell der gesamten Oberfläche und daraus das Volumen. Sie erhalten eine Zahl mit dokumentiertem Rechenweg, die Auftraggeber und Auftragnehmer gemeinsam prüfen können.
Volumen mit Rechenweg
Volumen je Halde, Grube oder Abschnitt, mit Abgrenzung und Bezugsfläche im Bericht. Abtrag und Auftrag werden getrennt ausgewiesen, so wie bei der Sandgrube: 305.430 m³ unter und 1.528 m³ über der Referenzfläche, 303.902 m³ netto.
Höhenmodell und Orthofoto mit Datum
Das Gelände als farbcodiertes Höhenmodell und als maßstabsgetreues Luftbild mit Aufnahmedatum. Beides lässt sich in Ihr CAD oder GIS laden und mit Plänen überlagern.
Profilschnitte
Schnitte entlang festgelegter Linien zeigen Oberkante, Böschung und Sohle. Damit lassen sich Böschungsneigungen prüfen und Abbaugrenzen belegen.
Vergleich zweier Termine
Zwei Befliegungen auf derselben Grundlage ergeben die Masse, die zwischen den Terminen bewegt wurde, etwa je Abrechnungszeitraum oder von Inventur zu Inventur.
Praxisbeispiel: 303.902 m³ Aushubvolumen einer Sandgrube
Der Betreiber einer aktiven Sandgrube in Polen brauchte das entnommene Volumen und einen dokumentierten Zustand der Grube für Planung und Behörde. Die Fläche war in rund 40 Minuten Flug erfasst, niemand musste die Böschungen betreten.
Ergebnis: Volumen über eine polygonale Abgrenzung mit ausgeglichener Referenzebene, dazu Orthofoto, Höhenmodell, Geländeprofile und ein 3D-Texturmodell. Zum vollständigen Projektbericht Sandgrube
Wofür die Massenermittlung per Drohne eingesetzt wird
Aushub und Erdarbeiten
Bewegte Massen je Abrechnungszeitraum als Grundlage für die Abschlagsrechnung. Das im Bauvertrag vereinbarte Aufmaß ersetzt die Befliegung nicht, sie liefert die Grundlage dafür.
Halden und Lagerplätze
Haufwerke aus Sand, Kies, Schotter oder Recyclingmaterial für die Jahresinventur, alle Halden eines Platzes in einem Termin und nach derselben Methode.
Gruben und Steinbrüche
Entnommenes Volumen und Abbaustand als Nachweis gegenüber Behörde und Verpächter, dazu die Rekultivierung mit Datum dokumentiert.
Deponien
Eingebaute Mengen zwischen zwei Terminen und der Zustand der Oberfläche, ohne die Deponie zu betreten. Liegt eine geplante Endoberfläche als Datei vor, zeigt der Vergleich das noch verfügbare Volumen.
Auffüllung und Geländemodellierung
Zustand vor und nach der Auffüllung als Höhenmodell, die Differenz als eingebautes Volumen, Profile zur Kontrolle der Geländehöhen.
Becken und Mulden
Ob ein Regenrückhaltebecken oder eine Mulde noch das geplante Volumen fasst, zeigt das Geländemodell zum Stichtag. Für Kommunen beschrieben unter Wasserwirtschaft und Gewässer.
So läuft eine Volumenberechnung per Drohne ab
1. Anfrage: Fläche, Zweck, Termin
Sie nennen uns die Fläche, den Zweck (Abrechnung, Inventur, Nachweis) und ob es einen früheren Zustand oder eine Planoberfläche als Vergleich gibt. Sie erhalten ein Angebot mit allen Positionen und dem Liefertermin.
Was bei Ihnen liegt: Lageplan oder Flächenumriss, Ansprechpartner vor Ort, vorhandene Vergleichsdaten.
2. Genehmigung und Termin
Je nach Gebiet und Einsatz fliegen wir in der offenen Kategorie (A2, C2-Gerät) oder mit Betriebsgenehmigung. Wir prüfen das vor jedem Einsatz, holen Genehmigungen und Zustimmungen ein und dokumentieren die Einstufung.
Was bei Ihnen liegt: Zugang zum Gelände, Hinweis auf laufende Arbeiten und Sperrbereiche.
3. Befliegung
Passpunkte setzen und messen wir selbst. Die Drohne fliegt die Fläche in Bahnen mit hoher Überlappung ab; für 5 Hektar sind wir in der Regel ein bis zwei Stunden vor Ort. Der Betrieb läuft meist weiter, Bereiche, die gerade umgeschichtet werden, nehmen wir zuletzt oder gesondert auf.
Was bei Ihnen liegt: nichts außer dem Zugang.
4. Auswertung und Bericht
Photogrammetrische Auswertung zu Punktwolke, Höhenmodell und Orthofoto, danach die Volumenberechnung mit der vereinbarten Bezugsfläche. Die Ergebnisse liegen in der Regel 3 bis 5 Werktage nach dem Flug vor, der Termin steht im Angebot.
Was bei Ihnen liegt: Bericht und Daten an Bauleitung, Auftraggeber oder Behörde weitergeben; Rückfragen beantworten wir.
Genauigkeit, Grenzen und Kosten der Volumenberechnung
Genauigkeit
Mit RTK liegt die Lagegenauigkeit im Ergebnis üblich bei 1 bis 3 cm, mit Passpunkten prüfbar und im Bericht ausgewiesen. Die Bodenauflösung beträgt im Standard 2 bis 3 cm je Pixel. Für Massen aus zwei Höhenmodellen zählt vor allem, dass beide Zustände auf derselben Grundlage erfasst sind.
Grenzen
Photogrammetrie sieht Oberflächen: Unter Wasser, unter dichtem Bewuchs und auf Material, das während des Flugs bewegt wird, entstehen keine verlässlichen Bodenpunkte. Solche Bereiche kennzeichnen wir im Bericht. Liegenschaftsvermessungen und amtliche Lagepläne bleiben den Katasterbehörden und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren vorbehalten und sind nicht Teil unseres Angebots.
Was es kostet
Der Preis richtet sich nach Fläche, Zahl der Termine und Lieferumfang. Sie erhalten ein Angebot mit allen Positionen: Befliegung, Passpunkte, Auswertung, Bericht, Anreise und Rüstzeit. Mehrere Halden oder Abschnitte in einem Termin teilen sich Anreise und Rüstzeit.
Für Technikinteressierte
Geflogen wird mit der DJI Matrice 4T (Klasse C2) mit RTK-Modul; ausgewertet wird photogrammetrisch mit Agisoft Metashape auf eigenen Rechnern, ohne Cloud-Dienste. Das Volumen entsteht als Differenz zwischen Höhenmodell und Bezugsfläche: einer ausgeglichenen Ebene über den Rand der Abgrenzung, einem früheren Zustand oder einer geplanten Oberfläche. Ausgabe im Koordinatensystem Ihres Projekts, in Deutschland üblich ETRS89/UTM32 (EPSG:25832) mit Höhen im DHHN2016; Orthofoto als GeoTIFF und JPG, Punktwolke als LAS, LAZ oder E57, Höhenmodell und Profile als DXF oder DWG, Bericht als PDF. Hintergrund im Blog: Volumenberechnung per Drohne: So funktioniert es und Geländeanalyse per Drohne; das gesamte Spektrum der Drohnenvermessung.
Häufige Fragen zur Volumenberechnung per Drohne
Wie genau ist die Volumenberechnung per Drohne?
Mit RTK liegt die Lagegenauigkeit im Ergebnis üblich bei 1 bis 3 cm, mit Passpunkten prüfbar. Die Bodenauflösung beträgt im Standard 2 bis 3 cm je Pixel, bei der Sandgrube waren es 2,03 cm. Für Massen aus zwei Höhenmodellen zählt vor allem, dass beide Zustände auf derselben Grundlage erfasst werden. Die erreichten Werte stehen im Bericht.
Reicht das Ergebnis für die Abrechnung?
Es liefert die Grundlage dafür: ein Volumen mit Abgrenzung, Bezugsfläche und Datum, das beide Vertragsseiten prüfen können. Welche Form des Aufmaßes Ihr Bauvertrag verlangt, klären Sie mit Ihrem Vertragspartner.
Gegen welche Fläche wird das Volumen gerechnet?
Gegen die Bezugsfläche, die zur Frage passt: eine ausgeglichene Ebene über den Rand der Halde oder Grube, einen früheren Zustand aus einer eigenen Befliegung oder eine geplante Oberfläche aus Ihrer Planung. Welche Fläche gilt, legen wir vorher mit Ihnen fest; sie steht im Bericht.
Muss der Betrieb während der Befliegung ruhen?
In der Regel nicht. Maschinen stören die Erfassung nicht. Bereiche, die während des Flugs umgeschichtet werden, nehmen wir zuletzt oder gesondert auf. Ob der Flug in der offenen Kategorie möglich ist oder eine Betriebsgenehmigung braucht, prüfen wir vor dem Einsatz.
In welchen Formaten erhalte ich die Daten?
Den Bericht mit Volumen, Abgrenzung und Profilen als PDF, das Orthofoto als GeoTIFF und JPG, die Punktwolke als LAS, LAZ oder E57, Höhenmodell und Profile als DXF oder DWG. Die Daten kommen im Koordinatensystem Ihres Projekts.
Wovon hängen die Kosten ab?
Von der Fläche, der Zahl der Termine und dem Lieferumfang. Sie erhalten ein Angebot mit allen Positionen, bevor wir fliegen. Mehrere Halden oder Abschnitte in einem Termin teilen sich Anreise und Rüstzeit.
Volumenberechnung anfragen: Fläche, Zweck, Termin
Nennen Sie uns die Fläche und den Zweck. Sie erhalten zeitnah eine Einschätzung und ein Angebot mit allen Positionen. Einsätze bundesweit.