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PV-Inspektion per Drohne – AerIQ Ratgeber
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Wann lohnt sich eine PV-Inspektion per Drohne?

Anzeichen, die eine Thermografie rechtfertigen, was das Wärmebild zeigt und was nicht. Für Betreiber von Dach- und Freiflächenanlagen.

Die kurze Antwort

Eine PV-Inspektion per Drohne lohnt sich, wenn der Ertrag ohne erkennbaren Grund unter dem Vorjahr liegt, der Wechselrichter Fehler meldet, Hagel oder Sturm über die Anlage gegangen sind oder die Gewährleistung ausläuft. Das Wärmebild zeigt, welches Modul betroffen ist; ob es getauscht werden muss, entscheidet danach der Fachbetrieb.

Was Sie nach der Inspektion haben: eine Defektkarte je Modul und String, Wärmebild und Foto je Befund, eine Empfehlung in Reihenfolge und einen Bericht, den Sie an Installateur, Hersteller oder Versicherer weitergeben können.

1. Sechs Anzeichen, die eine Inspektion rechtfertigen

Ertrag unter dem Vorjahr

Der Vergleich mit dem Vorjahr bei ähnlichem Wetter ist das verlässlichste Signal. Liegt ein String deutlich unter den anderen, ist die Ursache meist in wenigen Modulen zu finden; das Wärmebild zeigt, in welchen.

Fehlermeldung am Wechselrichter

Isolationsfehler, String-Fehler oder Überhitzung deuten auf ein Modul, eine Anschlussdose oder eine Steckverbindung. Die Thermografie grenzt die Stelle ein, bevor der Elektriker misst.

Nach Hagel oder Sturm

Glasbruch sieht man, Mikrorisse nicht. Eine Aufnahme kurz nach dem Ereignis ordnet den Schaden zeitlich zu; das ist für Versicherer und Gewährleistung wichtiger als jeder spätere Befund.

Vor Ablauf der Gewährleistung

Modul- und Installationsgewährleistung enden zu festen Terminen. Eine Inspektion davor liefert die Befunde, mit denen Sie Mängel noch anzeigen können.

Sichtbare Verfärbungen

Braune Stellen, Schneckenspuren oder Delamination sind fortgeschrittene Schäden. Das Wärmebild zeigt, ob sie bereits Leistung kosten oder nur optisch sind.

Verkauf, Übernahme, ältere Anlage

Wer eine Anlage kauft oder übernimmt, will den Zustand kennen. Bei älteren Anlagen sind Bypass-Dioden und Anschlussdosen die häufigsten Befunde; beides zeigt das Wärmebild.

2. Was das Wärmebild zeigt und was nicht

Das zeigt es

  • Hotspots: einzelne Zellen oder Zellgruppen, die deutlich wärmer sind als die Umgebung.
  • Ausgefallene Module und Strings: gleichmäßig wärmere Flächen ohne Stromfluss.
  • Bypass-Dioden-Fehler: ein Drittel eines Moduls wärmer als der Rest.
  • Anschlussdosen und Steckverbinder mit erhöhter Temperatur.
  • PID-Muster: Module am String-Ende gleichmäßig wärmer.
  • Verschmutzung und Verschattung als Temperaturmuster, im Foto bestätigt.

Das zeigt es nicht

  • Die Ursache eines Befunds: ob eine Zelle gerissen oder die Lötstelle gebrochen ist, klärt die elektrische Messung durch den Fachbetrieb.
  • Befunde bei bedecktem Himmel: ohne Last keine Temperaturunterschiede. Deshalb fliegen wir nur im Wetterfenster.
  • Leistungswerte in Watt: Das Wärmebild zeigt Muster, keine Messwerte. Den Ertragsverlust beziffert der Wechselrichter.

Prüffristen: Die DIN VDE 0105-100 regelt den Betrieb elektrischer Anlagen und nennt keine festen Intervalle für die Thermografie; sie folgen aus der Gefährdungsbeurteilung des Betreibers. Was das Wärmebild im Einzelnen zeigt, steht mit Beispielen auf der Leistungsseite PV-Inspektion.

3. So läuft die Inspektion ab

1. Anfrage: Anlagengröße, Standort, Baujahr

Sie nennen uns Leistung in kWp, Standort, Baujahr und den Anlass. Daraus ergeben sich Flugplan und Umfang; Sie erhalten ein Angebot mit allen Positionen.

Was bei Ihnen liegt: Belegungsplan oder Stringplan, wenn vorhanden; Ertragsdaten des letzten Jahres.

2. Genehmigung und Wetterfenster

Wir prüfen Gebiet und Genehmigungsweg (offene Kategorie oder Betriebsgenehmigung) und legen den Termin in ein Fenster mit kräftiger Sonne.

Was bei Ihnen liegt: Zustimmung des Eigentümers, Zugang zum Gelände.

3. Befliegung im laufenden Betrieb

Wärmebild und Foto je Modul aus der Luft, die Anlage bleibt am Netz. Niemand betritt das Dach.

Was bei Ihnen liegt: nichts außer dem Zugang.

4. Auswertung und Bericht

Defektkarte je Modul und String, Wärmebild und Foto je Befund, Empfehlung in Reihenfolge. Der Bericht liegt in der Regel 3 bis 5 Werktage nach dem Flug vor, der Termin steht im Angebot.

Was bei Ihnen liegt: Bericht an Installateur, Hersteller oder Versicherer weitergeben.

4. Was den Preis bestimmt

Der Preis richtet sich nach Anlagengröße und Aufteilung (ein Dach, mehrere Dächer, Freifläche), nach der gewünschten Auswertungstiefe (Übersicht oder Modul für Modul) und nach Anreise und Rüstzeit. Sie erhalten ein Angebot mit allen Positionen, bevor wir fliegen. Beispielrechnungen mit Schadenssummen finden Sie hier bewusst nicht: Was ein unentdeckter Defekt kostet, hängt von Ihrer Anlage und Ihrem Einspeisetarif ab, nicht von einer Durchschnittszahl.

Häufige Fragen von Betreibern zur PV-Inspektion

Wie oft sollte eine PV-Anlage thermografisch geprüft werden?

Eine feste Frist gibt es nicht; die DIN VDE 0105-100 nennt keine Prüfintervalle, sie ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Betreibers. In der Praxis lassen Betreiber größerer Anlagen jährlich prüfen, kleinere Anlagen bei Anlass: Ertrag unter dem Vorjahr, Fehlermeldung, Hagel, Ablauf der Gewährleistung.

Wie erkenne ich Hotspots an meiner PV-Anlage?

Mit bloßem Auge gar nicht. Im Wärmebild zeigt sich ein Hotspot als deutlich wärmere Zelle oder Zellgruppe im Vergleich zu den Nachbarmodulen. Die Aufnahme braucht kräftige Sonne, damit die Module unter Last stehen; wir messen die Einstrahlung vor Ort und notieren sie im Bericht.

Kann ich die Anlage selbst prüfen?

Eine Sichtprüfung vom Boden oder aus der Monitoring-App zeigt Verschmutzung, Glasbruch und Stringausfälle. Hotspots, Bypass-Dioden-Fehler und PID-Muster sieht nur das Wärmebild. Was Sie selbst tun können: Erträge je String vergleichen und Fehlermeldungen des Wechselrichters aufheben; beides hilft uns bei der Auswertung.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die PV-Thermografie?

Bei klarem Himmel, kräftiger Sonne und wenig Wind, meist zwischen späten Vormittag und frühem Nachmittag. Nach Hagel oder Sturm so bald wie möglich, damit der Schaden dem Ereignis zugeordnet werden kann. Bei bedecktem Himmel verschieben wir; der Ausweichtermin steht im Angebot.

Was ist PID und was zeigt das Wärmebild davon?

PID (Potential Induced Degradation) ist ein schleichender Leistungsverlust durch Spannungsunterschiede zwischen Zellen und Rahmen. Im Wärmebild zeigt sich ein typisches Muster: Module am Ende eines Strings werden gleichmäßig wärmer. Ob es PID ist, bestätigt die elektrische Messung durch den Fachbetrieb; wir liefern die Kandidaten.

Reicht der Bericht für einen Gewährleistungsfall?

Der Bericht dokumentiert je Modul Wärmebild, Foto, Position und Befund mit Datum und Einstrahlung. Das ist die Grundlage für die Anzeige beim Hersteller oder Installateur; ob ein Gewährleistungsfall vorliegt, entscheidet dieser nach seinen Bedingungen. Wir formulieren die Befunde so, dass Dritte sie nachvollziehen können.

Muss die Anlage für die Inspektion abgeschaltet werden?

Nein. Die Thermografie funktioniert nur im laufenden Betrieb, weil die Module unter Last sein müssen. Niemand betritt das Dach, es wird nichts abgeklemmt.

So geht es weiter

Nennen Sie uns Anlagengröße, Standort und den Anlass. Sie erhalten zeitnah eine Einschätzung und ein Angebot mit allen Positionen. Sitz im Landkreis Kassel, Einsätze bundesweit.